mein Simson S50 B2

Schon mit 14 (!) bin ich zum DRK gegangen, um den 1. Hilfe-Kurs zu absolvieren. Dann gleich zur Fahrschule, um den begehrten Berechtigungsschein (M) für Kleinkrafträder bis 50 cm³/ 60 km/ h (!) zu machen, damit ich ja mit 15 die "Fleppen" ausgehändigt bekam. Für dieses mein erstes und eigenes "Moped" mußte ich dann doch noch einiges sparen und vor allem in den Ferien arbeiten gehen. Schließlich war ich "erst" 16, als ich meinen ersten fahrbaren Untersatz hatte. Der S50 B2 war sehr robust und zuverlässig. Nervig war jedoch, daß permanent der Kotflügel unterhalb der Sitzbank einriß und mehrmals geschweißt werden mußte. Einen digitalen Fotoapparat besaß ich damals nicht, entdeckte aber kürzlich ein paar Bilder meiner Certo 100SL (Kennen Sie die?). 
Mein S50 war ursprünglich grün, später blau und hatte den "Bananentank"
Ich legte ca. 11.000 km pro Jahr zurück, so daß eines Tages eine teure Generalreparatur des Motors auf mich zu kam. Die Thyristorzündung war einsame Spitze und nachdem ich die Zündspule mit Cenusil abdichtete, hatte ich auch im Regen keine Probleme mit Zündaussetzern!


Typ: S50 B2
Bj.: 1978
Fahrgestellnr.: 4469997
Kaufpreis (gebraucht): 1.100 M (DDR)
Auf den Bildern sieht man neben meinem S50 B2 auch meine ES 150.
Kaum zu erkennen, ein von meiner Schwester handgemalter Tigerkopf zierte den Seitendeckel.
Der Kotflügel vorn war etwas verkürzt. Mein "Moped" hatte noch den kugelförmigen Scheinwerfer, später wurden nur noch die flachen verbaut, die ich doof fand.
Irgendwann bastelte ich mir ein "Mini-Cockpit", welches Kontrollampen für Blinker, Bremse, Fernlicht und Lima aufnahm.
Die Halter der Blinklampen hinten waren etwas verkürzt, so saßen die Blinker etwas dichter am Rücklicht. Die Polizei mochte das bei einer Kontrolle nicht haben, machten dann aber keine Schwierigkeiten, als ich ihnen erklärte, daß das schon immer so war - was für mich auch stimmte, denn der Vorbesitzer sägte die Stäbe ab.